Ein guter Tag für die Familie

Heute mein Aufreger schlechthin: das Betreuungsgeld, das gekippte. Und diese blöden Kommentare von diversen Politikern, dass das Betreuungsgeld besser im Ausbau von 24 Stunden Kitas aufgehoben ist. Das geht alles in die falsche Richtung, liebe Leute, das geht nicht gut. Kinder gehören in die Familie. Kinder brauchen Nestwärme. Kinder leiden, wenn die Mama nicht da ist.

Die Entwicklung, die Deutschland da gerade durchmacht, ist erschreckend. Aber das ist nicht das Schlusswort. Wir als Mamas und Papas, die Jesus kennen und lieben, haben gerade jetzt eine Vorbildsfunktion. Liebt eure Kinder! Liebt sie zu Jesus hin. Diese kleinen Menschen werden einmal die Welt verändern. Stärkt das Rückgrat von euren Söhnen und Töchtern. Lasst euch als Familie verändern. Fangt an miteinander zu beten. Betet Erweckung in die Herzen eurer Kinder. Der Feind will die Familie zerstören – das ist mittlerweile offensichtlich. Aber er wird es nicht schaffen, weil es wunderbare Familien, wie die euren gibt! Weil ihr liebt und investiert und um die Ewigkeit wisst.

Die Politik macht es uns Familien nicht leicht, aber darum geht es doch gar nicht. Jesus ist unser Lohn. Jesus ist unser Alles. Das Betreuungsgeld wird gestrichen. So what. Er ist unser Versorger. An allererster Stelle. Wir sammeln Schätze im Himmel. Wir geben hier auf Erden unser Bestes. Für Seine Ehre! Für Sein Reich! Wir stellen uns hinten an, verzichten auf viel Geld und die Karriere. Wir lernen zu dienen, wie Jesus gedient hat. Unsere Familien werden gesegnet sein, weil wir Jesus in den Mittelpunkt stellen. Unsere Familien werden hell leuchten in einer Welt voller kaputter Beziehungen.

Heute habe ich oft gelesen: ‘Ein schlechter Tag für die Familien in Deutschland.’ Von der menschlichen Perspektive her gesehen ja. Aber wir Christen haben eine andere Perspektive. Weil wir zu Jesus gehören, haben wir Grund zur Hoffnung. Ich glaube: je mehr die Familien in unserem Land in die Ecke gedrängt werden, desto mehr werden die wunderbaren Werte, die Gott in die Familie gelegt hat, heller leuchten – durch euch: Liebe, Annahme, Treue, Vergebung. Die Menschen um euch herum werden das merken. Sie werden sich zu euch hingezogen fühlen. Und ihr werdet ihnen von Jesus erzählen können, der eure Ehe und die Beziehung zu euren Kindern segnet. Lasst euch nicht niedermachen von all den schlechten Nachrichten. Lasst es euch vielmehr ein Ansporn sein, jetzt erst recht Familie zu leben! Jetzt erst recht eure Kinder mit Hingabe zu erziehen. Jetzt erst recht! Es ist ein guter Tag für die Familie – weil Jesus hinter uns steht.

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Ruh dich aus

Du musst nicht immer hetzen. Du darfst auch mal nichts tun. Du darfst auch mal einfach so dasitzen und beobachten, wie die Sonne Schatten an die Wand malt. Du darfst den Vögeln zuhören. Du darfst den Blumenduft einamten. Du darfst auch mal anhalten. Stehen bleiben. Langsamer gehen. Mal kurz die Augen schließen.

Gott hat Schönheit um dich gebreitet. Wie mit einer leichten, luftigen Seidendecke umhüllt er dich mit kostbaren Momenten. Nimm sie in dich auf. Schärfe deinen Blick für die verborgenen Schätze des Alltags. Farbenfrohe Blumen säumen deinen Weg! Sieh nicht auf das Staubige, Steinige. Lass dich hinführen zum frischen Wasser. Alles blüht dort.

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Auch wenn es oft nur ein kurzer Augenblick ist: beachte ihn. Gott schickt dir tausend Momente, jeder einzelne kostbar, einzigartig. Vielleicht erinnert dich ein Geruch an den letzten, erholsamen Familienurlaub. Ein Lied im Radio an eine lustige Situation. Dein Kind umarmt dich und es steht dir eine Freudenträne im Auge. Eine unerwartete, wohltuende Begegnung im Supermarkt an der Kasse. Ein Lächeln. Jemand spricht dir Mut zu, vielleicht nur mit einem Blick. Eine Kaffeepause. Werde eine Schatzsucherin…dein Tag ist eine wahre Fundgrube. Juwelen so weit das Auge reicht. Sammle sie auf und du wirst spüren, wie Gott dir Ruhe und Frieden dabei schenkt.

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Du musst nur ein wenig langsamer gehen. In der Eile übersiehst du soviel. Und dein Blick muss sich auf den richten, der dich liebt und dich beschenken will. Deine Sinne sollen geschärft werden für die Liebesbeweise deines Schöpfers. Halte inne. Gleich jetzt. Schließe deine Augen und atme tief durch. Egal, wo du gerade bist. Jesus sieht dich an und lächelt. Er liebt dich und will dir den Rücken stärken. Blicke ihm kurz in die Augen. Sie sind voller Liebe für dich. Dann öffne deine Augen wieder und halte Ausschau nach dem Wunderbaren in deinem Alltag.

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‘Dann sagte Jesus: »Kommt alle her zu mir, die ihr müde seid und schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken.’ Matthäus 11,28
‘Es ist vergeblich, vom frühen Morgen bis in die späte Nacht hart zu arbeiten, immer in Sorge, ob ihr genug zu essen habt, denn denen, die Gott lieben, gibt er es im Schlaf.’ Psalm 127,2
‘Er lässt mich in grünen Tälern ausruhen, er führt mich zum frischen Wasser.’ Psalm 23,2
Fotos: Inka Hammond

Gott in meiner kleinen Welt

Neulich bin ich auf youtube auf ein wunderschönes Lied gestoßen, dass ich seitdem immer wieder vor mich hersumme. Erst gefiel mir besonders die Melodie. Dann blieben die Worte in meinem Herzen hängen: ‘Lass mich dich im Einfachen sehn…’

Ein Lied an Gott, mit der Bitte den Schöpfer aller Schönheit im Kleinen zu entdecken. Im Unscheinbaren.

Mein Alltag ist voller kleiner Wunder. Ich übersehe sie nur ständig. Ich renne daran vorbei, nehme mir nicht die Zeit genau hinzusehen.

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Gott ist natürlich im Großen! Er ist im majestätischen Sonnenuntergang. Die Berge erzählen von seiner Herrlichkeit. Das Meer von Seiner Unendlichkeit. Aber Gott ist auch im Kleinen. Und das öffnet mir die Augen oft mehr für Seine wahre Größe. Die kleine, perfekt geformte Blume im Garten, versteckt am Zaun. Der Duft von all den blühenden Bäumen, der ganz zart und unaufdringlich die Luft erfüllt. Eine kühle Hand auf meiner heißen Stirn. Ein Lächeln. Eine Umarmung. Gott ist auch und besonders im Kleinen. Das Kleine ist näher an uns dran. Das Kleine ist Alltag.

Für mich als Mama ist das ein Schatz. Wenn ich Gott suche, finde ich Ihn auch zwischen dreckigem Geschirr und trotzendem Kind. Ich finde Ihn in meiner kleinen, begrenzten Welt. Es braucht Glauben. Aber plötzlich gehen einem die Augen auf und die Schönheit Gottes berührt alles! Wie eine leichte, seidige Decke legt sich seine Gegenwart auf meinen Alltag.

…zwei Schwestern Hand in Hand…
…Versöhnung nach einem Streit…
…das Rauschen des Windes…
…das Ticken der Uhr…
…zwei Minuten absolute Ruhe…
…die Wange meines Jüngsten an meiner…
…Kinderlachen im Garten…
…eine ungeplante schöne Begegnung…

Mein Tag ist voller Wunder. Gott ist da. Er zeigt mir Seine Liebe auf so vielfältige Weise!  ‘Im Kleinen dich zu sehn, lässt mich niederknien…’

Fang doch jetzt damit an, liebe Mama: halte Ausschau nach Alltagswundern, nach Liebesbeweisen von deinem Schöpfer nur für dich. Bitte Ihn, dass Er dir die Augen öffnet für die Schönheit inmitten deines Alltags. Lass dein Herz berühren von Seiner Gegenwart, da wo du gerade bist.

(T.&M. Elina Wildemann)

My home is my castle

Als Kind habe ich davon geträumt, einmal in einem eigenen Haus zu wohnen. Ich hatte eine ziemlich genaue Vorstellung davon, wie dieses Haus aussehen soll. Groß, weiß gestrichen, eine Veranda. Später kamen dann noch andere Wünsche dazu, wie eine Hollywoodschaukel, alte Obstbäume im Garten, eine weiße Bank vor’m Haus, eine große Landhausküche… Heute wohne ich in einem typischen Reiheneckhaus. Als Mieter. Mit einem durchschnittlichen Garten – ohne Obstbäume. Keine weiße Bank. Kein Platz für eine Hollywoodschaukel. Unser Haus ist schön und ich bin sehr dankbar, dass wir hier wohnen können! Aber mit meinen Träumen hat es nicht viel gemeinsam.

Manchmal kommt in mir Unzufriedenheit hoch. Die Küche ist hier viel zu klein. Ich kann immer nur mit einem Kind, maximal zwei, einen Kuchen backen und selbst da ist es dann schon fast überfüllt. Ich muss sofort Geschirr wegräumen, weil ich sonst keinen Stellplatz habe. Ich mag die Raumeinteilung im ersten Stockwerk nicht. Da wurde nicht wirklich schlau geplant, finde ich. Und oft nervt es mich, dass alle Nachbarn in unseren Garten reinschauen können und ich keine Privatsphäre habe, wenn ich auf der Terrasse sitze. Wenn ich ein eigenes Haus hätte, dann….!

Ich würde komplett andere Badfliesen wählen. Und anderen Laminatboden. Die Diele sollte offen und lichtdurchflutet sein. Mein Traumhaus hätte einen Holzgartenzaun und die nächsten Nachbarn wären so weit entfernt, dass ich ohne schlechtes Gewissen, bei offenem Fenster Klavier spielen könnte. Oh, wenn ich nur ein eigenes Haus hätte, dann….!

Heute drohte wieder eine Welle von dieser Unzufriedenheit mich zu überrollen – da fiel mir ein Buch in die Hände von einer Frau, die ebenfalls viel zur Miete wohnte und sich ihr Zuhause trotzdem schön und kreativ und individuell einrichtete. ‘It doesn’t have to be perfect to be beautiful’, steht auf dem Cover. Oh, wie wahr! (

Schönheit liegt im Detail

Schönheit liegt im Detail

Als ich dann später durch unsere Haustüre ging, versuchte ich ‘mein’ Haus mit anderen Augen zu sehen…ja, da gibt es Ecken und Kanten, die mich nerven, die ich lieber ganz anders hätte. Aber ‘mein’ Haus hat auch so viele schöne Seiten! Ich habe hier schon viel dekoriert und wieder umdekoriert, Möbel herumgeschoben, Zimmer umgeräumt, Wände gestrichen, Vorhänge ausgesucht…Dieses Haus hat meinen Fingerabdruck…ich versuche viel und versuche es gerne, dass meine Familie sich hier wohlfühlt – und ich mich auch. Es ist nicht mein Traumhaus, aber Gott hat es mir für diese Zeit in meinem Leben zur Verfügung gestellt und ich will das Beste daraus machen. Ich fühle mich heute wieder frisch inspiriert, neue Dekoideen auszuprobieren, mal wieder auf einen Flohmarkt zu gehen, die alten Windlichter aus dem Keller zu holen! Dekorieren, statt jammern! image2 Da wo du wohnst, soll dein Herz zur Ruhe kommen, deine Seele aufatmen. Deine Kinder sollen sich hier wohl fühlen, dein Mann gerne nach Hause kommen. Mach deine vier Wände zu deinem Schloss. Egal ob Altbauwohnung in der Stadtmitte oder Einfamilienhaus im Grünen. Wohnst du in einer Plattenbausiedlung? Im Reihenhaus? Geh einmal wieder mit offenen Augen durch die Räume, bleib stehen, beobachte den Lichteinfall, lass alles wieder neu auf dich wirken. Das hier – diese 60, 100 oder 150 qm sind Gottgegebenes Gebiet. Dein Terrain. Mach es schön. Mach es zu einem Hafen für dich, deine Familie und für all die Menschen, die ein und ausgehen.

P.S. Ich werde immer mal wieder Dekoideen auf meiner Facebook Seite posten! Und es wäre schön, wenn du da mitmachst! Wie arrangierst du die Frühlingsblumen auf dem Tisch? Hängst du die selbstgemalten Kunstwerke deiner Sprösslinge auf? Wie hast du den Tisch beim letzten Brunch mit Freunden gedeckt? Lasst uns uns gegenseitig inspirieren zu einem schönen, gemütlichen und kreativen Zuhause!

Wer bin ich?

Letzte Woche durfte ich 5 Tage mit meiner Schwester auf einer Nordseeinsel verbringen. Mein Mann kümmerte sich um die Kinder und ich genoß eine Freiheit, die ich schon lange, sehr lange, nicht mehr so intensiv erfahren habe. Ausschlafen. Frühstück ohne Hast. Wellen beobachten. Ohne Plan in den Tag hineinleben.

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Vor 9 Jahren wurde ich Mama. Seitdem bin ich fast immer fremdgesteuert, die Bedürfnisse der kleinen Menschen um mich herum haben in der Regel Vorrang. Ich stelle meine Pläne, meine Vorstellungen von einem geregelten Tagesablauf zurück. Ich habe unzählige durchwachte Nächte hinter mir, mein Körper hat sich durch die Schwangerschaften verändert. Ich koche kindgerecht, verzichte auf extravagante Gelüste, nix mit Curry oder Honig-Senf-Soße. Ich bin Mama mit Haut und Haar, Leib und Seele. Ich bin es gerne und mit Hingabe – aber es gab in den vergangenen 9 Jahren natürlich immer wieder Momente, wo ich mich ganz weit weg gewünscht habe.

Bei einem einsamen Strandspaziergang kam in mir diese drängende Frage hoch: ‘Wer bin ich eigentlich?’ Abgesehen von meinem Fulltime Job als Mama – wer bin ich? Hab ich mich in den letzten 9 Jahren zwischen all den Alltagsherausforderungen verloren? Was sind eigentlich meine Ziele, unabhängig davon endlich mal pünktlich im Kindergarten zu erscheinen und die Türrahmen abzuwischen? Für was schlägt mein Herz, wo will ich hin, was macht mich aus?

Es hat mich erschrocken, dass ich auf diese Fragen keine deutliche Antwort habe. Ich glaube schon, dass ich in all den Jahren, die ich bisher als Mama erleben durfte, mich ein Stück weit verloren habe. Oder besser gesagt: einen Teil von mir. Als Mama lebe ich meine Fürsorge aus, meine Bereitschaft zum Dienen, zum Teilen. Das bin ich. Das ist ein Teil von mir. Aber ich bin mehr als das.

Ich weiß, dass meine Kinder mich noch intensiv brauchen. Und diese Zeit will ich ihnen von Herzen gerne geben. Aber ich ahne jetzt noch mehr, dass diese Jahre, diese Momente, die ich ihnen schenke, ein kostbares Gut sind. Ich weiß, dass ich mich noch weiterhin, hinten anstellen muss. Pläne, Träume, Visionen müssen warten. Können jetzt noch nicht in Angriff genommen werden. Ich muss immer wieder weise abwägen, was ist dran? Was nicht?

Um ganz ehrlich zu sein: diese Erkenntnis macht mich gerade schon ein wenig traurig. Denn es tut weh, nein zu Dingen zu sagen, die mir doch auch am Herzen liegen! Zu wissen, das ist momentan nicht möglich. Ich habe mich entschieden eine Mama zu sein, meine Kinder zu erziehen, da kann ich nicht das Handtuch schmeißen, wenn es mir nicht mehr in den Kram passt. Ich kann nicht meinen Job wechseln. Mein Job ist tief in meinem Herzen verwurzelt. Und als ich vor 9 Jahren meine Tochter das erste Mal in den Armen hielt, da hatte ich noch keine Vorstellung, was dieses Mama-Dasein mit mir noch anstellen wird.

Da wird tief im Herzen gewühlt, Stolz kommt an die Oberfläche, eigene Verletzungen aus der Kindheit sind plötzlich wieder präsent. Kämpfe gegen Bequemlichkeit, Loslassen von Perfektion und Wunschdenken. Meine Aufgaben als Mutter haben mich mehr als alles andere herausgefordert und mich mehr als alles andere in die Arme von Jesus getrieben.

Und das bringt mich zu meiner Kernaussage. Denn: nein, ich weiß nicht wirklich wer ich bin. Momentan bin ich noch so von meiner Mutterrolle vereinnahmt, da bleibt nicht viel Raum zur Selbstreflektion oder Selbstverwirklichung. Aber ist das wirklich mein Ziel? Vor ein paar Tagen habe ich dieses wunderschöne Zitat gelesen:

‘Mein Glaube ruht nicht darin, wer ich bin, oder sein sollte, was ich fühle oder weiß, sondern darin, wer Jesus ist, was Er für mich getan hat und was Er jetzt für mich tut.’
Charles Spurgeon

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Ja, ich habe mich wohl verloren in diesen vergangenen 9 Jahren. Ich weiß nicht mehr so recht, wer ich bin. Meine hochtrabenden Ziele von einst, sind heute Schall und Rauch. Aber ich bin näher an Jesus dran, ich höre Seinen Herzschlag besser und sehe Sein Wirken in meinem Leben deutlicher. Das soll mir genug sein! Dafür stelle ich mich gerne hinten an.  Das ist meine Motivation für den Alltag. Für Jesus verliere ich mich gerne. Und ich bin mir sicher: wenn ich mich nur nur nahe an Jesus halte, dann wird mein Leben weiter aufblühen, dann komme ich mehr und mehr in meine Berufung(en) hinein, dann werde ich nichts versäumen.

‘Ich aber bin gekommen, um ihnen das Leben zu geben, Leben im Überfluss.’
Johannes 10,10

Ermutigung

Es gibt Tage in meinem Mama-Dasein – da fühle ich mich allein. Isoliert. Abgeschnitten vom wirklichen Leben. Ich drehe mich nur um mich selbst und um meine Kinder. Ich habe Sorgen, ob ich auch alles richtig mache. Der Milchreis ist angebrannt. Der Alltagstrubel fühlt sich an wie dicker, zäher Nebel.

Ich bin oft wie ein Einzelkämpfer. Mein Mein ist eingespannt mit seiner Arbeit, meine Eltern wohnen 3 Stunden entfernt. Die Nachbarn sind alle berufstätig…meine Vormittage verbringe ich oft zwischen Wäschebergen und meinem kleinen Sohn, der sich gern an mein Bein ranhängt. Wenn meine Kinder krank sind, bin ich oft tagelang an zu Hause ‘gefesselt’.

Und wenn ich dann kurz davor bin die Hoffnung zu verlieren, an meinen Fähigkeiten als Mutter zu zweifeln, dann brauche ich vor allem eins: Ermutigung! Ein nettes Wort. Ein kurzes ‘Ich denk an dich’, ein ehrliches ‘Mir geht’s genauso.’ Ein Lächeln, eine schöne Karte, eine aufbauende SMS, ein lieber Kommentar hier auf Alltagsliebe oder bei Facebook. Mamas brauchen Ermutigung! Wir brauchen einander. Gelebte Schwesternschaft – wir sitzen doch alle im gleichen Boot! Wir brauchen Ehrlichkeit, Transparenz. Erzähl mir nicht, wie toll du alles alleine schaffst, erzähl mir von deinen Mißerfolgen. Erzähl mir von deinen Tränen gestern Abend, weil dein Baby wieder geschrieen hat. Erzähl mir von deinem Frust über den hartnäckigen Babyspeck. Weg mit der Fassade der perfekten Mutter.
Lass uns über unseren chaotischen Alltag lachen. Lass uns mit Humor den Alltag bewältigen. Gemeinsam.

Ich bin jetzt seit 9 Jahren Mama. Und etwas beobachte ich immer wieder: Mamas scheint es schwer zu fallen, sich zu öffnen. Schlicht ehrlich zu sein. Sich mitzuteilen. Ich weiß nicht genau woran es liegt und  es betrifft bei weitem nicht jede Mutter. Aber es kommt mir wie ein bittere Beigeschmack des Mamaseins vor, dass Mütter meinen, es irgendwie alleine schaffen zu müssen, dabei noch ganz toll auszusehen und sich bloss keine Blöße zu geben.

Ich entdecke das auch immer wieder an mir selbst. Und ich bin sehr dankbar, dass Gott mich mit Freundinnen gesegnet hat, die nachfragen, denen ich ehrlich von meinen Alltagssorgen erzählen kann. Aber ich muss schon aus meinem Schneckenhaus herauskommen und mich öffnen. Das fällt mir oft schwer. Da muss oft schöne Fassade abgetragen werden…

Ich will dich ermutigen, liebe Mama, deinen Alltag mit anderen Mamas zu teilen. Das Gute und das Schlechte. Das Schöne und das Hässliche. Die Hochs und die Tiefs. Und dann will ich dich ermutigen, andere zu ermutigen. Auch wenn du meinst, du hast nicht viel zu geben – ein Lächeln kann einen ganzen Tag erhellen.

Sehe in der anderen Mama nicht die Konkurrentin, sondern eine Weggefährtin.

Mutterglück

Diese leuchtenden Kinderaugen. Dieses süße ‘Mama, ich hab dich lieb.’ Das unvergleichliche Gefühl von kleinen, kurzen Kinderarmen umarmt zu werden.

Mein Herz ist voll. Randvoll. Übervoll!

Mutterglück überwältigt mich oft. Kleine Momente im Alltag treiben mir Freudentränen in die Augen. Die Gute-Nacht-Küsse zeigen mir, wie gesegnet ich bin. Wenn meine Tochter mir im Kindergarten voller Freude entgegenrennt, breitet sich in mir liebevolle Wärme aus. Wenn die ‘Große’ mir unerwartet ein breites Lächeln schenkt, weiß ich nicht ein noch aus vor Dankbarkeit.

Ja, es gibt diese Phasen, wo alles zuviel scheint und ich nur die Arbeitsberge vor Augen habe. Aber meine Alltagswege führen immer wieder an grünen, blühenden Wiesen vorbei, wo die Wunder wie die Blumen wachsen. Mein Herz fühlt sich dann schwer an vor Dankbarkeit, vor liebevoller Hingabe. Ich spüre dann die Kostbarkeit jeder Sekunde. Ich erkenne diese wertvollen Momente…manchmal ist es fast so, als würde Gott sein Licht auf diese Augenblicke scheinen, so dass ich sehen kann, wie unermesslich reich ich bin.

Vier Kinder. Vier Mal Einzigartigkeit. Vier kleine Persönlichkeiten. Nicht alles läuft glatt bei uns. Da sind Ecken und Kanten. Da sind unaufgeräumte Zimmer. Da ist Ungehorsam. Aber die Liebe ist immer größer und durch mein Mama-sein begreife ich auch ein kleines Stückchen mehr, wie tief die Vaterliebe Gottes geht. Würde ich mein Kind jemals verstossen? Würde ich es jemals vergessen? Auch das macht mein Herz warm und froh: dass ich als Mama selbst Kind sein darf und getragen bin von unendlicher Liebe.

Mutterglück. Das überrollt mich immer wieder und ich bleibe sprachlos zurück. Staunend betrachte ich den Segen, der sich um mich herum – mitten im Alltag, mitten im Chaos – ausbreitet. Jeden Tag auf’s Neue.

Himmelwärts leben

In der vergangenen Woche hatte ich ein paar ordentliche Tiefpunkte. Diese Momente, wo alle Kinder gleichzeitig etwas von mir wollen, ich gerade versuche etwas zu erledigen, das Telefon klingelt und gleichzeitig jemand an der Haustüre steht. Manchmal kommt einfach alles zusammen und meine Reaktion ist dann immer dieser ‘Ich-muss-hier-weg’ Reflex. Ich distanziere mich dann, igel mich ein, laufe auf Sparflamme, werde unnahbar. Ich glaube jede Mama geht mit Momenten der Überforderung anders um, jeder hat da so eine Überlebensstrategie.

Wenn ich nicht aufpasse, werden meine ‘Einigelungsversuche’ ganz schnell zu einer Spirale nach unten. Mein Blick wird vernebelt, ich sehe nicht mehr klar, empfinde alles stressig und ‘zu viel’.  Das Problem bei mir ist: ich wende meinen Blick nach ‘innen’. Auf meine Probleme, meine Alltagsberge. Dabei sollte ich meinen Blick nach ‘oben’ wenden. Auf den Überwinder. Auf den, der meine Kraft ist. Auf Jesus.

Egal was deine Überlebensstrategie für das immer mal wiederkehrende Alltagschaos: ich gehe mal stark davon aus, dass dein Blick weg geht vom Durcheinander, irgendwo anders hin. Das ist ja eine natürliche Reaktion: ich halte etwas nicht aus, also wende ich meinen Blick ab. Die Frage ist wohin. Zur Schokolade? Zum nächsten Kaffeetrinken mit der besten Freundin? Zum Frauenmagazin? Zum nächsten Workout im Fitness Studio? Was ist dein Ventil, deine Überlebensstrategie?

Heute morgen in der Predigt hat unser Pastor ein schönes Zitat von C.S. Lewis weitergegeben:

‘Wer nach dem Himmel strebt, dem wird die Erde in den Schoß fallen. Wer nach der Erde strebt, dem gehen sowohl Himmel wie Erde verloren.’

Sinngemäß sagt die Bibel in Matthäus 6,33:

‘Wenn ihr für ihn lebt und das Reich Gottes zu eurem wichtigsten Anliegen macht, wird er euch jeden Tag geben, was ihr braucht.’

Für uns Mamas übersetzt heißt das: Setze Jesus in deinem Alltag an erster Stelle, dann wirst du alles bekommen, was du brauchst. Geduld in Stresssituationen, Weisheit in der Kindererziehung, Kreativität beim Kochen, Freude bei deinen Aufgaben. Der Blick muss nach oben gehen, ihr lieben Mamas! Nicht nach innen. Nicht sehnsüchtig zur nächsten wohlverdienten Auszeit hin. Der Blick muss zu Jesus gehen, immer, überall, beständig.

Das heißt natürlich nicht, dass wir nicht auf uns achten und uns keine Auszeiten schaffen dürfen. Aber das sind ja nur punktuelle Hilfen, die nicht allzu lange nachwirken. Für den andauernden Alltag brauchen wir den klaren, unverstellten Blick auf Jesus. Wir brauchen die innere Herzenshaltung, das wir alles für Ihn tun. Und dann WIRD uns alles zufallen, was wir brauchen. Das ist ein Versprechen, eine logische Konsequenz im Reich Gottes, wenn wir Jesus an erste Stelle setzen.

Wenn du mir ähnlich bist, dann kommst du oft an deine Grenzen und fragst dich regelmäßig, warum du all das eigentlich machst. Das ewige Windel wechseln und das Essen kochen, an dem sowieso jeder herummäkelt. Mama-sein ist ein harter Job, oft nicht gewürdigt, oft einsam, oft überfordernd. Du gibst viel und bekommst lange Zeit wenig zurück. Wenn du so empfindest, dann hast du zwei Möglichkeiten.
Möglichkeit Nr. 1: Richte deinen Blick auf alles, was dich so gut wie möglich von deinem Alltag ablenkt.
Möglichkeit Nr. 2: Richte deinen Blick auf Jesus.

Heute morgen habe ich einen Bibelvers im Gottesdienst bekommen:

Dann sagte Jesus: »Kommt alle her zu mir, die ihr müde seid und schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken.
(Matth. 11,28)

Jesus hat meine Tiefpunkte vergangene Woche gesehen und er hat mich heute morgen so liebevoll daran erinnert, wo meine Kraftquellen liegen. Wenn ich beständig meinen Blick auf Ihn richte, meine Sorgen und meinen Frust bei Ihm ablade…dann wird mein Alltag gut werden. Dann werde ich die nötige Geduld haben, wenn es alles wieder zusammen kommt. Dann werde ich liebevoll sein können, zärtlich – dann wird Seine Liebe durch mich durchfließen können hin zu meiner Familie.

Das will ich dir mitgeben in die neue Woche: Lebe himmelwärts! Den Blick auf Jesus gerichtet. Ich bin mir sicher, alles wird dir leichter von der Hand gehen.

 

Gott im Alltag lieben

‘Ihr sollt den Herrn, euren Gott, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit eurer ganzen Kraft lieben.’ 5. Mose 6, 5

Mich fordert das heraus. Was bedeutet das – Gott zu lieben? Wie kann ich ihn lieben? Was versteht Gott unter Liebe?

Es gibt bestimmt 1000 verschiedene Arten Gott Liebe zu zeigen. Und Er freut sich über jede einzelne Liebesbekundung. Ich glaube aber, dass es zwei Liebesbeweise gibt, die Gottes Herz besonders tief anrühren:
Das eine ist Anbetung.
Im Himmel ist Gott von immerwährendem Lobpreis umgeben. Die Engel hören nicht auf ‘Heilig,heilig, heilig!’ zu rufen. Wer vor dem Thron Gottes steht und Gott sieht, so wie er ist und überwältigt ist von seiner Gegenwart – der kann nicht anders, als anzubeten. Und Gott, der würdig ist, alles Lob zu empfangen, freut sich über Anbetung! Egal ob du singen kannst oder nicht – Anbetung aus deinem Mund ist wie ein wunderbarer Duft, der zu Gott aufsteigt.
Das zweite ist Zeit.
Zeit für Gott. Still zu Jesu Füßen sitzen. Ihn einfach anzusehen. Ihm zuzuhören. Alles soll zweitrangig sein in diesen Momenten. Ich liebe die Geschichte von Maria und Marta. In meinem Alltag bin ich wie Marta, die tut und werkelt und sich keine Pause gönnt, um sich zu Jesus zu setzen. Ich bewundere Maria, die die Arbeit Arbeit sein lässt und zu Jesu Füßen sitzt. Die erkannt hat, was wirklich Bedeutung hat. Jesus sagt zu Marta, als sie sich über ihre Schwester beschwert: ‘Meine liebe Marta! Du sorgst dich um so viele Kleinigkeiten! Im  Grunde ist doch nur eines wirklich wichtig. Maria hat erkannt, was das ist – und ich werde es ihr nicht nehmen.’ (Lukas 10,42)

Diese beide Arten Gott unsere Liebe zu zeigen fallen uns eher schwer. Wir Mamas können von Glück reden, wenn wir mal ungestört duschen oder zur Toilette gehen können – wie bitteschön sollen wir da noch Zeit für Gott einplanen? Und Anbetung; ernsthaft?!? Wenn ich umgeben bin von großen und kleinen Alltagskatastrophen und Terminstress, da will ich diese raren freien Minuten auf der Couch verbringen. Alleine. Ich persönlich empfinde es als riesengroße Herausforderung, meinen Alltag um Gott herum aufzubauen. Er soll das Zentrum sein. Aber wie kann das praktisch aussehen?

Mir fällt da ein Satz ein: ‘Ich ersetze meine ‘wieso, weshalb und warum’s’ mit ‘du bist”. Das ist Anbetung. Wenn ich aufhöre, Gott mein Leid zu klagen und mal damit pausiere meine Bitten und Beschwerden ihm aufzulisten und ihm statt dessen sage, wie Er ist, dann bete ich Ihn an! Dann bestätige ich das, was in Seinem Wort steht. Und dann werden plötzlich meine Probleme kleiner und farbloser, denn wenn ich sage: ‘Du bist mein guter Hirte!’ ‘Du bist mein Versorger!’ ‘Du bist der Gott, der mich nie fallen lässt!’ ‘Du hälst mich sicher an deiner rechten Hand!’ ‘Ich darf mich unter deinen Flügeln bergen.’, dann erkenne ich die Größe Gottes an und nicht die Größe meiner Probleme. Das heißt natürlich nicht, dass ich Gott nicht mein Leid klagen darf. Aber ich lerne gerade, dass es hilfreicher ist, Gott anzubeten, eben weil er meine Sorgen kennt. Und sich um mich kümmert. Er ist es wert angebetet zu werden, egal wie es mir geht. Das Erstaunliche ist, dass es mir selber besser geht, wenn ich einen Lebensstil der Anbetung führe. Ich gebe Gott meine Anbetung, aber am Ende, bin ich die Beschenkte. Mich erfüllt Freude und Frieden. Die Angst weicht, ich fühle mich geborgen. Ich bin mir in meinem Alltag mehr der Gegenwart Gottes bewusst.

Okay, Anbetung ist das eine – doch still zu Jesu Füßen sitzen?!  Ich gebe zu: das ist meine nicht enden wollende Baustelle: es fällt mir schwer, Zeit mit Jesus in meinen Alltag einzubauen. Ich denke, Jesus will uns da nichts aufbürden, uns keinen Stress machen. Maria saß zu Jesu Füßen, weil sie von ihm begeistert war, sie war von ihm eingenommen, sie konnte gar nicht anders. Da war kein Zwang – im Gegenteil, es hat sie kein bißchen gestört, dass sie nicht als gute Gastgeberin wahr genommen wurde und dass sie sich von ihrer Schwester Ärger einhandelte. Ich erfahre zur Zeit folgendes: je mehr ich Jesus anbete, also in meinen Alltag Anbetung integriere, desto mehr wächst in mir die Sehnsucht nah an Jesus dran zu sein. Das hat nichts mit einer Agenda zu tun, einer to-do-liste, ich glaube, der Heilige Geist bewirkt in mir diese Sehnsucht. Weil ich nur zu Jesu Füßen wirklich glücklich, wirklich erfüllt bin. Kein noch so erfolgreich abgeschlossenes Alltagsprojekt, kein noch so nettes Gespräch mit anderen Mamas, nichts erfüllt mich so tief, so vollkommen, wie die Zweisamkeit mit Jesus. Ich wünschte mir, ich wäre so mutig wie Maria und könnte Dinge einfach liegen lassen. Ich wünschte ich wäre im Glauben schon so reif und könnte vorausschauend Prioriäten setzen, so dass ich nur auf keinen Fall diese Zeit mit Jesus verpasse. Noch lasse ich mich zu leicht ablenken. Noch vergesse ich immer wieder den Wert dieser Begegnung mit meinem Erlöser. Aber ich merke, wie ich regelrecht in seine Gegenwart gezogen werde. Ich merke, wie in mir diese Begeisterung für Jesus wächst, die Maria gehabt haben muss. Diese Faszination. Dieses Staunen über Jesus. Davon will ich mehr!

Und ich träume von einer ganzen  Generation von Müttern, die so leben wie Maria. Die sich Jesus hingeben. Die Stunden ihrer wertvollen Alltagszeit Jesus schenken. Die verliebt sind in Jesus und die diese innere Freude, dieses Strahlen, das nur Gott schenken kann, an ihre Kinder, an ihre Familien weitergeben. Ich träume davon, dass Mamas anfangen ihre Kinder zu Jesus hinzulieben…dass die Kinder genauso eine große Sehnsucht nach ihrem Schöpfer bekommen, einfach weil ihre Mütter so hingegeben sind. In meinem letzten Post ‘Wenn es mal wieder schief läuft’ habe ich geschrieben, dass die Laune von Mamas automatisch die ganze Familie ansteckt – ob positiv oder negativ. Stellt euch vor: eure zu Liebe zu Jesus, die aus jeder Pore eures Seins herausströmt, diese Freude, dieser Frieden – das fließt zu eurem Mann und zu euren Kindern und von dort hinaus in die Welt! Was da alles Wundervolles passieren könnte! In unserem Herzen fängt es an!

Wenn wir also beginnen Gott von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit ganzer Kraft lieben zu lernen, dann wird unsere Alltagswelt von Gottes Gegenwart durchdrungen. Dann ist nichts mehr unmöglich! Dann kommt der Himmel in unsere Familien.